Pflege-Meister Forum

Normale Version: Was sind Pflegeprobleme
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Definition nach M.Krohwinkel: Ein Pflegeproblem ist eine Einschränkung in einem oder mehreren Aedl´s, die der betroffene nicht eigenständig, jedoch durch Pflegerisches Handeln Kompensiert werden kann.

Ein Pflegeproblem besteht, wenn Beeinträchtigungen die Selbständigkeit des Pflegebedürftigen einschränken und diese nicht eigenständig kompensiert werden können.

Diese Formulierung sollte -zumindest im Verständnis durch die Pflegenden- ergänzt werden durch: die Übernahme (Kompensation) durch Aussenstehende wird gewünscht oder zumindest akzeptiert.

Das Pflegepersonal kompensiert die Defizite durch Beratung oder Anleitung oder Unterstützung oder (teilweiser) Übernahme. Bzw. einer Mischung daraus, die täglich erneut zusammengestellt werden muß.
In der Pflegeplanung werden nur pflegerische und keine medizinischen Probleme berücksichtigt.
In der Pflegeplanung werden nur pflegerische und keine allgemeinmenschlichen Probleme der Lebensführung berücksichtigt.

aktuelle Pflegeprobleme
geäußerte Probleme,z.B.:
- Bewohner klagt über Schmerzen in den Beinen
- Bewohner berichtet von Schlafstörungen
- messbare Pflegeprobleme:, z.B.:
Bewohner trinkt zu wenig (<500ml/Tag)

beobachtbare Pflegeprobleme:
z.B.: Bewohner geht unsicher und sucht häufig Halt

verdeckte Pflegeprobleme
äußern sich durch das Verhalten des Bewohners
Beispiel:
Der Bewohner schaut ängstlich und bekommt Schweissausbrüche, wenn es um die bevorstehende OP geht. Das vermutete Problem muss abgeklärt ggf. differenziert betrachtet werden: „z.B. Bewohner hat Angst vor der OP, vor Komplikationen oder den Folgen.“

potentielle Pflegeprobleme
liegen vor, wenn es Risikofaktoren gibt, die nach pflegerischem Wissen ohne bestimmte Interventionen zu Problemen werden!
können durch vorbeugende Maßnahmen (Prophylaxen) verhindert werden.

Beispiele:

der Bewohner ist aufgrund seiner Immobilität dekubitusgefährdet
der Bewohner ist aufgrund einer Schonatmung pneumoniegefährdet

generelle Pflegeprobleme
sind allen Patienten unter gleichen Bedingungen gemeinsam => somit vorhersehbar können durch Pflegewissen eingeschätzt und kompensiert werden können mittels Pflegestandards angegangen werden

Beispiele:
aufgrund von hohem Fieber leiden Bewohner an Flüssigkeitsverlust, Appetitlosigkeit, Kreislaufschwäche etc.
bei allen immobilen Bewohnern besteht Dekubitusgefahr => Maßnahme: 30°-Lagerung - 2-stündlich

individuelle Pflegeprobleme
resultieren aus dem persönlichen Erleben der Lebenssituation und der Erkrankung(en).
- sind somit individuell unterschiedlich

Beispiele:

- der sehbehinderte Mensch findet sich im Haus nicht zurecht
- der Bewohner ist traurig und weint, wenn er Urin verliert

Formulierung von Pflegeproblemen
-aus der Sicht der/des KlientIn/KundIn
-gkurz und knapp (das Wesentliche!)
- genau und detailliert (Art und Weise des Problems!)
- objektiv (möglichst kein Werturteil!)

Beispiel:
-schlecht: "Bewohner hat Schmerzen", denn das ist eine Frage der

Interpretation:
- hat die/der Bewohner/KundIn diese geäußert ?
oder vermutet es die Pflegekraft ? (evtl. darauf hinweisen, wenn es V. ist)
-wo hat der Bewohner Schmerzen und wann?
etc.

gut: "Bewohner äußert jeden Abend Schmerzen im rechten Oberschenkel"
=> man weiß wer sie äußert und wann und wo sie auftreten

Formulierung von Pflegeproblemen (Ausblick)
häufig auftretende Pflegeprobleme und die zu ergreifenden Maßnahmen werden vermehrt durch Pflegestandards und Standardpflegepläne abgedeckt.

Die Pflegesprache wird in der Tendenz einheitlich werden!
Der Einsatz von Pflegediagnostiken wird Formulierungen vereinfachen ( ! ? )
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