Pflege-Meister Forum

Normale Version: Pflegereform 2008
Sie sehen gerade eine vereinfachte Darstellung unserer Inhalte. Normale Ansicht mit richtiger Formatierung.
In der Pflege wird deutlich, was es heißt in einer Gesellschaft zu leben, in der sich Lebensentwürfe und Familienstrukturen stark wandeln. Ein Großteil der älteren Menschen möchte zu Hause gepflegt werden, doch ihre Angehörigen wissen häufig nicht, wie sie die Pflege zu Hause organisieren sollen. Übernehmen die berufstätigen Kinder die Pflege, muss insbesondere geklärt werden, wie sie in dieser Zeit sozial abgesichert sind.

Demenziell erkrankte Menschen brauchen nicht nur Hilfe bei der körperlichen Pflege, sondern auch Betreuung. Wer für seinen Angehörigen einen Platz in einem Pflegeheim sucht, möchte wissen, wie es um die Qualität der Pflegeeinrichtung bestellt ist. Die Pflegereform – das Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung – passt die Strukturen in der Pflegeversicherung besser an die Bedürfnisse der Menschen an. Sie verbessert die Qualität der Pflege, macht gute und weniger gute Einrichtungen für Bürgerinnen und Bürger transparent und die erbrachten Leistungen besser vergleichbar. Und sie trägt dazu bei, dass pflegebedürftige Menschen so leben, wohnen und betreut werden, wie sie es gerne möchten.

Die wichtigsten Verbesserungen im Überblick

die meisten Leistungen werden bis 2012 schrittweise erhöht
der Betreuungsbetrag für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (wie etwa demenziell oder psychisch erkrankte Menschen) steigt von bisher bis zu 460 Euro jährlich auf bis zu 1.200 Euro (Grundbetrag) bzw. bis zu 2.400 Euro (erhöhter Betrag),
in Heimen können für Menschen, die besondere Betreuung brauchen, Betreuungsassistenten eingestellt werden,
ein Rechtsanspruch auf individuelle und umfassende Pflegeberatung (Fallmanagement) wird eingeführt,
Pflege- und Krankenkassen richten Pflegestützpunkte ein, wenn die einzelnen Bundesländer sich für den Aufbau von Pflegestützpunkten entscheiden,
pflegende Angehörige bekommen Anspruch auf eine Pflegezeit von bis zu sechs Monaten, in der sie kein Gehalt erhalten, aber sozialversichert bleiben. Wird ein Angehöriger unerwartet pflegebedürftig, gibt es die Möglichkeit der kurzfristigen Freistellung für bis zu zehn Tage,
niedrigschwellige Angebote (zum Beispiel Betreuungsgruppen, Tagesbetreuung, Helferinnenkreise zur stundenweise Entlastung von pflegenden Angehörigen) sowie ehrenamtliche Strukturen und die Selbsthilfe im Pflegebereich werden zusätzlich gefördert,
ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen werden jährlich und grundsätzlich unangemeldet kontrolliert, die Qualitätsberichte werden in verständlicher Form veröffentlicht.

Downloads

Ratgeber Pflege: Alles was Sie zur Pflege wissen müssen.
Acrobat-Datei (PDF) 2.7 MB

http://www.bmg.bund.de/cln_110/SharedDoc...-07055.pdf

Gut zu wissen – das Wichtigste zur Pflegereform 2008
Acrobat-Datei (PDF) 2.9 MB

http://www.bmg.bund.de/cln_110/SharedDoc...-07054.pdf

Soziale Absicherung in der Pflegezeit
Acrobat-Datei (PDF) 18 KB

http://www.bmg.bund.de/cln_110/SharedDoc...herung.pdf

Zahlen und Fakten zur Pflegeversicherung auf einen Blick
Acrobat-Datei (PDF) 656 KB

http://www.bmg.bund.de/cln_110/SharedDoc...Fakten.pdf

Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Pflegereform
Acrobat-Datei (PDF) 2.3 MB

http://www.bmg.bund.de/cln_110/SharedDoc...ntwurf.pdf
Veränderte Pflegesätze

Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick
Acrobat-Datei (PDF) 29 KB

http://www.bmg.bund.de/cln_110/SharedDoc...rblick.pdf

Links

Gesetz zur strukturellen Weiterentwicklung der Pflegeversicherung (Pflege-Weiterentwicklungsgesetz)
http://frei.bundesgesetzblatt.de

Weitere Infos finden Sie unter:

http://www.bmg.bund.de/cln_117/nn_116824...-2008.html
Referenz-URLs